Der Elfenwald

• 21.03.2007 - Lux

Die Bummelburg hatte wirklich beruhigenden Charakter, denn wir vergaßen nie den Weg nach innen, meditierten häufig im Garten, oder auch im Wald. Immer umgeben von der Natur. Als ich an einem Tag allein im Wald unterwegs war und in der Nähe der alten Eichen auf dem Boden sitzend meditierte, erhielt ich einige Eingebungen.
Versunken in mich selbst, lauschte ich meinem Atem. Wie mein bloßes Dasein mit dem vielfältigen Leben des Waldes verschmolz. Die Sonne brach hell durch das Blätterdach, und eine leichte Briese sorgte dafür, dass die Energien von Licht und Schatten im Fluss blieben. Vögel zwitscherten ihre Lebensfreude in den früh-nachmittäglichen Himmel, mit der tiefen Harmonie, des satten Waldduftes nach Holz.
Aus der puren Harmonie dieser natürlichen Daseinslandschaft, öffnete sich die Tür für die Wächter des Waldes. Ich spürte, wie sich die Aura eines Fremden leise näherte. Doch es war nichts störendes. Im Gegenteil. Wärme und Licht einer Elfe schwebten leise auf meine rechte Schulter. Es war ein ruhiger und inniger Moment, der diese Minuten zu unseren Minuten machte, und der nun unsere Persönlichkeit in die Umgebung dieses Waldes schickte. Die Elfe auf meiner Schulter verharrte nur kurz. Um dann herüber zu schweben. Selbst mit geschlossenen Augen, konnte ich das Licht spüren, wie es kurz vor meinem Gesicht in Höhe meiner Stirn, und damit des dritten Auges verweilte. Das Wesen der Elfe pendelte sich auf mein Energiefeld ein, fühlte meinen Atemrhythmus und schwebte dann mit leichten Abstand von meinem Gesicht auf einen fixen Punkt.
"Öffne die Augen" 
Ich kam der leicht summend klingenden Aufforderung nach. Unmittelbar vor mir, schwebte eine Lichtkugel, die mir in dieser Stille ihr inneres Offenbarte. In der Helligkeit des lichtes, erkannte ich eine Gestalt, die, so, wie ich, im Schneidersitz da saß, nur dass sie in der Lichtkugel blieb.
"Hallo Ulli. Du bist ganz ruhig, und trotzdem neugierig.", stellte die Elfe fest. Ich hätte es nicht beschwören können, aber ich spürte deutlich, dass hier wandlungsmäßig irgendetwas passierte. Es wurde bald immer deutlicher. Die Lichtkugel wuchs von den uns bekannten Ausmaßen, von etwa 20cm Durchmesser, auf Fußballgröße und dann etwa auf die Größe eines großen Hundes. Jetzt war es nicht mehr zu übersehen. Meine Elfe war ein Elf.
Nein, kein Schweinkram. Er sah einfach männlich aus, und seine Stimme verfügte auch über die adäquaten Resonazen. Als er auf menschliche Größe angewachsen war, legte er den Kopf in den Nacken und das helle Elfenlicht seiner Aura floss durch seine Augen in sein inneres. Auf dem Waldboden saßen sich nun zwei Wesen fremder Arten gegenüber. "Mein Name ist Lux.... Ja Ulli. Die Elfe Koladina hat Kontakt mit mir aufgenommen. Alle Lichtelfen stehen in Kontakt zu einander. Wir haben euch lange genug beobachtet, um zu sehen, dass ihr dauerhaft die natur des Waldes achtet. Denn das hier ist das Gebiet der Lichtelfen des Waldes. - Ehre sei Mutter Erde und der guten Macht!"
Lux schlug die leicht mandelförmigen Augen nieder, wobei ihn ein Paar seiner dunklen Haare über die typisch spitz zulaufenden Elfenohren wehten. An einem Ohr trug er einen silbernen Ohrring mit einem kleinen Efeublatt. Dann fing sein Blick aus bernsteinbraunen Augen mit moosgrünen Sprenkeln meinen Blick und ich erkannte erstaunt, dass die Augen der Elfen manchmal mehrfarbig sein konnten.
Elfen sind Lichtwesen, aber sie haben fähigkeiten drauf, sich auf die menschliche Ebene zu begeben. Dann nehmen sie menschliche Gestalt an, so wie der Lux jetzt. In dieser Form besitzen sie dann auch keine Flügel, aber je weiter die Wandlung in Richtung Elfe tendiert, desto deutlicher sind ihre Flügel zu erkennen. Der Lux hat mehr so liebellenartige Flügel, die Perlmuttmäßig glänzen. Ich wusste, dass die Flügel das helle Elfenlicht streuen und so für die spezielle, leuchtende Erscheinungsform der Lichtkugel sorgen. Ich fragte mich, ob das immer so war. "Nein. Es gibt verschiedene Elfen. Und deshalb auch verschiedene Erscheinungsformen. Ein bisschen ist es aber auch Geschmackssache der Elfen." Seine Antwort kam direkt. Er konnte die Schwingungen meiner Gedanken wahrnehmen. Von früheren Erfahrungen kannte ich das ja schon. Dann erklärte er, dass seine Schwester, Amphyla, eher schmetterlingsartige Flügel hätte.
Solche und ähnliche Unterschiede täten aber dem Wesen der Elfen keinen Abbruch. Alles in allem war das schon echt eine absolut schöne Erfahrung, den Lux besser kennen zu lernen. War er doch einer der drei, die uns schon  seit längerem beobachteten. Damals dachte ich, diese Begegnung, wär so rein neugiermäßig, aber heute glaube ich, er hat schon da gespürt, was noch so passieren würde.

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• 21.03.2007 - Annäherung

Allmählich verbesserte sich die Beziehung zwischen Elfen und Menschen auf der Bummelburg. Als ich einmal vom Job heimkehrte, fand ich den Walter im Garten herum tollen. Mit seinen schwabbeligen Flatteröhrchen verfolgte er hüpfend eine Lichtkugel, die ihn lachend anlockte, quer über die Wiese. Sekund später war es anders herum. Das Eingangstor war verriegelt gewesen, er hätte auch gar nicht fortlaufen können. Trotzdem. Die Elfen hatten sich um ihn gekümmert. In ihrer Verspieltheit standen sie Walter in nichts nach. Als wir an einem Wochenende etwas länger geschlafen hatten, stellten wir später fest, dass die Elfen den Walter gefüttert hatten. Dabei hatten sie mit dem Futter nicht gegeizt, denn der Napf war noch halb voll mit Kartoffeln. Zufrieden grunzend lag der Walter daneben. Und wenn es abends spät wurde, flog eines der Lichter an Walter heran, der sofort stehen blieb und dann schnurstracks ins Haus lief. Davon abgesehen, kümmerten sich die Elfen auch um die Pflanzen in unserem Garten. Sie wuschelten immer gern zwischen den Erdbeerblättern, kreisten um Stangenbohnen und Erbsen. Man hörte dann, wie sie selbstvergessen lauter kicherten, als sonst. Als kurz darauf eine tiefrote Tomate über den Weg kullerte, und dann auch noch zurück, ahnte ich, dass uns die besondere Verspieltheit, irgendwann, bei unseren Gästen in Erklärungsnotstand bringen würde. Da konnten wir uns jetzt schon mal einen Kopf machen, was wir denen sagen sollten, die unsere Naturgeister weder sehen noch hören konnten. Dafür war bei uns viel eher Erntezeit, als bei den Leuten in der Spießerkolonie. Und viel größer war das Gemüse und Obst auch. Nur in diesem Jahr konnten wir noch nicht allzu viel ernten, weil wir ja noch in der Bummelburg zu arbeiten hatten.
Ein Tipp:
Achtet mal darauf. Falls sich in eurem Garten, trotz eines Windzuges mal ein Blatt oder eine Blume nicht bewegt, sitzt möglicherweise eine Elfe darauf.
Oder es bewegen sich so Sachen, wie bei uns die Kullertomate.

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• 20.03.2007 - Ein Mittel gegen Traurigkeit

Ich wollte meiner Freundin helfen, deswegen ging ich mit der Biene in den Wald. Dort, vor der großen, knorrigen Eiche, blieb sie stehen. Sie schloss die Augen und achtete darauf, den Baum nicht zu berühren. Unterdessen besprengte ich sie mit Wasser und erbat die Hilfe der guten Mächte. Damit keine üble Energie dieses Ritual störte, streute ich gereinigtes Salz im Kreis um die Biene, den Baum und mich. Nun nahm ich die schwächere Hand von der Biene, also die linke und legte sie mit meiner darüber flach auf den Stamm des Baumes. Dann sprachen wir die lange Formel:

"Alter Baum, ich hab dich lieb,
du Verbinder zwischen Erde und Kosmos,
der du lange in diesem Leben ruhst.
Ich hab mich lieb
und ich hab das Leben lieb.
Baum, so wie ich dich berühre,
so berührst auch du mein Leben.
Spende mir ein Stück weit Kraft.
Baum, ich hab dich lieb!"

Wir lobten das Gute und wünschten uns gegenseitig Glück. Dabei waren wir so ins Ritual vertieft, dass wir zunächst gar nicht bemerkten, dass drei Lichter in den Kreis gefunden hatten. Sie huschten über den Baumstamm und unsere Hände. Eine wohltuende Wärme blieb zurück. Und sie forcierten jenes Gefühl, das wir schon durch das Ritual bekommen hatten. Wir würden nicht aufgeben! In diesem Moment strichen sie mit einer wischenden Bewegung über meine Schulter hinüber zur Biene. Dort verharrten die Lichter kurz und drangen in den Baum ein, denn sie gehören zum Wesen der natürlichen Dinge. Wir bedankten uns für die liebevolle Lichtumarmung. Erst als wir wieder über den Garten nach Hause gingen, begannen wir zu reden. Stille ist eben auch manchmal eine Form der Achtung.

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• 20.03.2007 - Walter, der Schwanzlose

Bei aller Natur verbundenheit und neben der Arbeit mussten wir uns auch noch versorgen. Und auf der Bummelburg gab es ja nun lange nicht genügend Sachen, die uns ein völlig autarkes Leben beschert hätten.
Und so brachten wir ab und zu vor allem Lebensmittel aus dem Dorf mit. Die Biene war nicht immer so angetan davon. Meistens sagte sie: "Los, auf in die Spießerkolonie!"
Ich fand und finde es aber ganz gut, den Horizont kennenlernmäßig zu erweitern. Das liefert neue Impulse für Geist und Seele. Also gingen wir einkaufen unter anderem auf Dieters Bio-Hof.
Für Milch, Käse und Honig konnten wir uns erwärmen. Die Bio-Tierleichen ließen wir liegen.
Der Dieter freute sich auch unwahrscheinlich, uns zu sehen. Zumindest so lange, bis er sich vorstellte und uns auf Anfrage pflichtbewusst die Ställe zeigte. Dort gab es einen Wurf junger Ferkel zu sehen. Die waren so was von knuffig! Die Biene hatte sofort ein besonders kleines Ferkel in ihr Herz geschlossen erschreckte sich dann aber. Laut Dieter hat es seinen Schwanz durch seine Kameraden eingebüßt. Es gäbe häufig so Unglückswürmer. Das müsste man einkalkulieren und im Übrigen hätte das Ferkelchen längst getötet werden sollen, weil es auch so spillerig-mickerig war. Die Biene lies das Schweinchen jetzt nicht mehr vom Arm, Dieter schwafelte davon, dass er doch keinen Streichelzoo betreiben würde, sondern ein Unternehmen, dass auch wirtschaftliche Interessen verfolgte. Und überhaupt sollten wir ihm nicht die Viecher bekloppt machen. Ich machs kurz. Wir erwarben Walter, den Schwanzlosen zu, Spottpreis und verließen Leichen-Dieter in Richtung Bummelburg. Zwei Vegetarierinnen mit einem Schwein! Das war wieder eine gnadenlos gut durchdachte Aktion, aber wenn man Walter nicht gerade von hinten betrachtete, war er sogar recht niedlich. Wir konnten doch gar nicht anders. Zu Hause begannen wir, den schwanzlosen Walter zu päppeln. Wir besorgten alles, was man dafür so braucht, bereiteten ihm ein Kuschelkörbchen mit Decken, fütterten ihn, besprachen seine Wunde, damit sich die schlechten Energien verdünnisierten und versorgten sie, also die Wunde und besuchten anschließend den Tierarzt. Nicht zuletzt zeigten wir Walter den Elfen. Immerhin sind das, gewissermaßen, die Ureinwohner, also war es nur recht, dass wir ihnen Walter zeigten. Walter fiel müde auf seine Beinchen ins Gras während die Biene, den Naturgeistern laut und deutlich vom Schicksal des Tiers berichtete. Als sie endete, standen uns beiden Tränen in den Augen. Die Luft schien ganz still, kein Wind wehte, ich wusste genau, was jetzt in meiner Freundin vorging. Der Dieter hatte Recht, es gab allzu oft kleine Unglückswürmchen. Tragischerweise manchmal auch bei den Menschen...
So nahm ich erst einmal die Biene in den Arm. Und dann geschah es: Von einer nahen Buche schwebten drei Lichter zu dem arg gebeutelten Tier. Sachte berührten sie es, es sah aus, als würde es von diesem Licht gestreichelt. Walter öffnete die Augen, als könne er die merkwürdigen Lichtkugeln genau spüren. Ich hatte keine Ahnun, was die Elfen dort taten. Jedenfalls beruhigten sie das Tier, aus dem die Anspannung wich. Es war, als würden seine Schmerzen gelindert. Kurz darauf hob Walter seine Steckdosennase in Richtung eines Lichts und erhielt etwas, das ihm offenkundig gut schmeckte. Dann zogen sich die Elfen von Walter zurück und schwebten lautlos zu den Baumkronen des Waldes.
"Wir müssen uns bedanken, ne?", meinte ich. "Hast du eine Idee?" Die Biene nickte und zog etwas aus ihrer Tasche hervor. Es war ein Goldkettchen mit Anhänger. Nur zwei kleine Wörtchen standen darauf. Die Biene legte das Kettchen auf die drei Steine. Dann gingen wir mit Walter ins Haus. Für heute war es genug.

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• 19.03.2007 - Elfen sind scheu

Für erwähnenswert halte ich noch einige Vorkommnisse. Beispielsweise fanden kleinere Kieselsteine auf das Fesnstersims meines Zimmers (von außen), manchmal folgten plötzliche Lichtreflexe auf den Fensterscheiben, oder auch extreme Annäherung von einer Drossel, wärend der Arbeitspausen.
Ich fütterte den Piepmatz mit Stückchen vom Vollkornbrot, Piepmatz kam bis zu meinen Füßen heran.
Es war als hätte ich das Tierchen schon seit Jahren gekannt, Ich dachte zwar nie, dass der Vogel selbst eine Elfe war, ahnte aber, dass Elfen einen gewissen Einfluss auf Tiere ausüben.
Gelegentlich wurden gern mal kleinen Gegenstände vertauscht. Doch sie  kamen nie abhanden und es wurde wirklich nie etwas zerstört.
Die Biene hat mal gelesen, dass dies wohl der Hauptunterschied zum Verhalten der Kobolde sein soll, die zu ausgelassen mit fremden Eigentum umgehen.
Nun konnte ich natürlich nicht sicher sein, dass es sich tatsächlich um Elfen handelte, aber wie gesagt, da war dieses Feeling.
Und es war genau dieses Feeling, das mich dazu veranlasste, eine Marmeladenstulle zu den drei Steinen auf die Wiese zu legen. Da hörte ich wie jemand leise "Danke!" sagte.
Beinahe wäre es im Rauschen der Waldbäume untergegangen. Natürlich tauschen die Biene und ich uns darüber aus.
Und auch sie versuchte erfolgreich ihr Glück.
Aber wir beide hatten hier noch keine Elfe gesehen. Manchmal raschelte es im Unterholz, worauf wir mit großer Ruhe und Gelassenheit reagierten.
Wenn wir an wärmeren Tagen auf der Wiese vorm Gemüsebeet saßen, konnte es passieren, dass unsere Gartenbewohner vorbeihuschten und uns mal eben antippten (gegen den Rücken).
Ruckizucki waren sie dann wieder fort. Sie prüften uns. Aber sie ließen sich immer noch nicht richtig blicken.
Die Biene und ich hatten ja beide schon Elfenerfahrung, aber nicht gemeinsam. Das änderte sich allmählich.
Zwischendurch hielten sich die Elfen zurück, wenn wir etwa Besuch bekamen und auch noch ein weilchen danach, Elfen sind eben sehr scheu.
Übrigens wuchsen bei den drei Steinen kurz nach dem "Brotgeschenk" kleine, wilde Stiefmütterchen. Ein gutes Zeichen!

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• 19.03.2007 - Drei Steine

Im Haus hatten die Biene und ich das Wichtigste erledigt. Jetzt war es aber dringend Zeit, sich mit dem Garten zu beschäftigen. Bei Rundgängen hatte ich schon bemerkt, dass die Seele hier im wunderbaren Einklang mit der Natur schwingen konnte. Die Seele beginnt mit der Vielfalt der natürlichen Gegebenheiten zu spielen.
Ich denke, das sind seelische Heil- und Schutzprozesse, weshalb auch so viele Menschen in der Natur total auftanken und regenerieren können.
Nur wniges gab es, was ich verändern wollte. Manche Wege durch den Garten bis hin zum Waldrand wollte ich einfach benutzen können. Deshalb räumte ich einige dickere Zweige beiseite.
Gegen ein bisschen Laub hab ich nichts! Ich bin ja nicht bei der Gartenpolizei, dass ich jedes Blatt verhaften müsste. Allerdings stolperte ich dann irgendwann und segelte voll aufs Steißbein. Nicht so schlimm. Ich hatte mir den Fuß nur leicht verstaucht.
Da hatten mir drei so richtig dicke Flackermänner von Steinen zum Freiflug verholfen. Ich war irgendwie nicht so gut drauf und räumte die Steine ganz an den Rand der Wiese.
Dann ging ich ins Haus und machte meinem Fuß einen Umschlag.
Sache erledigt, dachte ich.
Am nächsten Tag tat der Fuß auch nicht mehr so weh. Ich schritt als zu neuen Taten. Da lagen doch wahrhaftig die Steine wieder am alten Platz! Und ich räumte sie nochmals fort. Die Biene hatte vielleicht Nerven! Beim Abendessen konfrontierte ich sie mit dem Thema.
Sie wusste gar nicht, was los war. Ich wollte jetzt auch nicht so ein Riesenfass aufmachen und schwieg.
Am nächsten Tag ging ich in den Garten und wieder lagen dort die Steine!
Wenn das die Biene nicht war, gab es nicht all zu viele Erklärungen.
Zuerst dachte ich an die Leute aus dem Dorf, aber das lag doch ein Stückchen von unserer Bummelburg entfernt.
Diesmal ließ ich die Steine, wo sie waren. Und während die Biene Riegel für Gartenzaun und Haustür besorgte, bereitete ich eine Weißkartusche vor. Sobald die Biene eintrudelte, begingen wir das Ritual. Wir schritten mit dem Gong die inneren und äußeren Grundstücksgrenzen entlang, baten die Naturgeister um Schutz und summten leise, aber konzentriert, vor uns hin. Schließlich sprachen wir die Schutzformel und trgen unsere Namen in die Kartusche am Zaun ein.
Wir dankten den guten Mächten für ihre Aufmerksamkeit, verneigten uns in jede Himmelsrichtung einmal. Damit war das Ritual beendet. Wir fühlten uns wesentlich wohler, denn nun besaßen wir, das heißt das Grundstück samt Haus, weißmagischen Schutz. Von nun an haben nur noch weiße Mächte Zutritt. Vielleicht kennt noch jemand weitere Möglichkeiten, sich vor magischen Disharmonien zu schützen?
Wäre echt super!

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• 19.03.2007 - Ein seltsamer Traum

Uns war schon klar, dass von dem Grundstück ein "Zauber" ausging. Aber wir waren viel zu beschäftigt, um zu bemerke, dass wir schon längst beobachtet wurden, denn die Naturgeister sind sehr aufmerksam!
Wir renovierten unsere Bummelburg Stück fpr Stück und ließen uns viel Zeit, um Neues einzubringen und uns mit allen Gegebenheiten vertraut zu machen.
In der dritten Nacht hatte ich einen seltsamen Traum. Ich war wieder ein kleines Mädchen und kam an ein großes, efeubewachsenes Tor. Ohne jede Angst ging ich hindurch, lief in den dahinter liegenden Wald. Nach der nächsten Biegung gelangte ich an einen Tümpel. Ich erinnere mich, als Kind tatsächlich an diesem Tümpel gewesen zu sein., aber er lag woanders. Jemand rief meinen Namen. Es war eine elfe, die dort über dem Wasser tanzte. Meine damalige Freundin (nicht die Biene), hatte ein Poster von einer Elfe als Ballerina gehabt.
Kein Erwachsener kann sich vorstellen, was in unserem Mädchenköpfen vorging. Da war es wieder, dieses Feeling für bestimmte dinge. Leider hat das nicht jeder. Echt schade! Aber vielleicht gibt es ja jemanden unter euch, der dieses Feeling von sich kennt und mir weiterhelfen kann. Denn rein spirituell ist man ja sein ganzes Leben unterwegs.
Jedenfalls rief die Elfe im Traum meinen Namen und zeigte auf Müll und Bauschutt im Tümpel. Mit einem Mal überkam mich unglaubliche Trauer. In früheren Tagen schwamm echt Abfall im Wasser und meine Freundin und ich hatten viele Stunden gebraucht, um den kleinen See aufzuräumen. Damals hatte ich die kleine Elfe auch schon gesehen. Sie saß auf einem Felsen. Meine Freundin sah sie aber nicht.
Auch jetzt im Traum wollte ich alles in Ordnung bringen und den Dreck beseitigen. Aber dann wachte ich auf. Ob das wohl jemand kennt, dass man sich im Traum an frühere Ereignisse in seinem leben erinnert?

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• 18.03.2007 - Das alte Bauernhaus

Meine Freundin Biene und ich fühlten uns von Anfang an wohl, in dem alten Bauernhaus. Es liegt sehr idyllisch mit einem großen Garten am Rand eines Waldes.
Biene war sofort davon überzeugt, dass man dort unheimlich gut weiter auf seinem geistigen Weg ins Selbst wandern könne, so meditationsmäßig.
Aber auch im allgemeinen.
Sie wollte ohnehin die Wohlstandsgesellschaft hinter sich lassen.
Ich sehe das nicht ganz so dramatisch, denke aber auch, dass man mit vielen Dingen bewusster umgehen sollte. Ist halt nicht alles selbstverständlich!

Im Haus gab es noch einige Sachen der Vorbesitzer, die wir zusammenkramten. Also die Sachen. Ist ja klar.
Wir stellten diese vor die Tür und gongten dann das ganze Haus aus.
Auf diese Weise verabschiedeten wir die Schwingungen der ehemaligen Besitzer. Dann reinigten wir uns rituell durch Räucherwerk und überantworteten die Möbel aus dem Garten den Geistern der Vergangenheit.
Bevor wir dann unsere Sachen holten, bereiteten wir unser neues heim spirituell vor.
Wir schrieben unsere guten Wünschen für einander und für das Haus (das wir ab jetzt liebevoll "Die Bummelburg" nannten, weil hier alles geruhsam ablaufen durfte) auf einen Zettel und begruben ihn vor dem Hauseingang.
So fühlten wir uns noch mehr mit dem Guten in der Zukunft verbunden.
Erst jetzt zogen wir in "Die Bummelburg" ein.

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